Brüssel, 03.04.2014 Europäische Kommission deckt Kabel Kartell auf: Die Kommission verhängt insgesamt Bußgelder in Höhe von insgesamt 302 Mio. EUR, davon muss alleine Prysmian 104 Mio. EUR zahlen. Das Kartell bestand aus 11 Herstellern aus Europa und Asien, die Hochspannungskabel (Erd- und Unterwasserkabel) herstellen, u.a. auch für den Netzanschluss von Offshore Windkraftwerken. Beteiligte Unternehmen sind ABB, Nexans, Prysmian, EXSYM, NKT, Brugg, Silec, J-Power Systems, VISCAS, LS Cable und Taihan. Zwischen 1999 und 2009 gab es Preisabsprachen und die Firmen gewährten sich eine Art von „Gebietsschutz“, so boten asiatische Firmen nicht in Europa (oder nur zu überhöhten Preisen) und umgekehrt europäische Unternehmen nicht in Asien an. Die Kartellmitglieder trafen sich regelmäßig in Hotels und standen auch telefonisch und per e-mail in Kontakt. ABB wurde die Geldbuße in Höhe von 33 Mio. EUR im Rahmen der Kronzeugenregelung erlassen. Auftraggeber, die von dem wettbewerbswidrigen Verhalten betroffen sind, können nun zusätzlich Schadensersatzklagen vor den Gerichten der Mitgliedsstaaten erheben. Details zum Kabel Skandal finden WFO News Leser auf vier Seiten hier.