Webversion oder abmelden Die heutige Ausgabe der WFO NEWS wird Ihnen präsentiert von: Oslo, Amsterdam, Berlin, London, Aberdeen, 15.10.2014 Die WFO News aus gegebenen Anlaß diesmal mit einem Kabel Spezial: HGÜ Verkabelung der Nordsee Anrainerstaaten schreitet voran: Am Montag verkündete das Wirtschaftsministerium in Berlin, dass die norwegische Regierung die Lizenzen für den Bau des Projekts NordLink, einer 623km langen HGÜ Verbindung zwischen Wilster in Schleswig-Holstein und Tonstad in Norwegen mit einer Gesamtkapazität von 1.400MW, an den norwegischen Netzbetreiber Statnett vergeben hat. Tennet und KfW sichern auf deutscher Seite die Finanzierung des norwegisch-deutschen Gemeinschaftsprojekts ab. Bis spätestens Ende 2018 soll das Kabel in Betrieb genommen werden, Windstrom kann dann nach Norwegen und Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken nach Deutschland gelangen, wobei die norwegischen Wasserreservoirs zur Minderung erforderlicher Energiespeicher in Deutschland beitragen können. Weniger bekannt ist, dass die norwegische Regierung gleichzeitig verkündet hat, eine weitere Lizenz an Statnett für den HGÜ Interconnector NSN vergeben zu haben. NSN ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Statnett und National Grid in Großbritannien. Die Übertragungskapazität der weltweit längste Seekabelverbindung wird ebenfalls 1.400MW betragen, die Investitionsentscheidung soll 2015 und die Inbetriebnahme 2020 erfolgen. Das Kabel wird auf britischer Seite in Blyth anlanden und zwar in unmittelbarer Nähe zu den ersten beiden 2MW Turbinen, die in britischen Gewässern betrieben wurden. Noch weniger bekannt ist das britisch-belgische Seekabelprojekt NEMO , das den Bogen zwischen UK und Belgien (Zeebrügge) schlagen wird, die Investitionsentscheidung wird hier bereits in einigen Monaten erwartet. Am wenigsten bekannt ist die im Juli 2014 von Ofgem (britische „BNetzA“) genehmigte Seekabelverbindung CaithnessMoray mit einer Kapazität von 1.200MW, 161 km durch den schottischen Moray Firth (gleich mehrere Offshore Windkraftwerke sind dort geplant) mit der Intention den Weitertransport von Windstrom zu erleichtern. SSE (Scottish and Southern Energy) will die Verbindung bereits 2018 in Betrieb nehmen. A m 10. September 2014 gaben Tennet und Energinet.dk die Investitionsentscheidung für COBRAcable, einer HVDC Verbindung zwischen Eemshaven in den Niederlanden und Endrup in Dänemark bekannt. Die Verbindung ist 300km lang und wird eine Übertragungskapazität von 700MW haben, mit der Inbetriebnahme ist 2019 zu rechnen. Die von der europäischen Kommission mit 86,5 Mio. € geförderte Verbindung soll ausdrücklich zum Ausgleich von Windstrom on- und offshore genutzt werden. Bis 2020 wird somit die Hochspannungsgleichstrom-Verkabelung der Nordsee erfreulicherweise schneller als bisher angenommen voranschreiten. Der Aufbau der Infrastruktur für ein europäisches Nordseenetz unter direkter Einbeziehung von Offshore Windkraftwerken wird damit auch immer wahrscheinlicher.

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